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Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Philosophie des Meeres Von Tiefen und Untiefen Poseidon Der Gott des Meeres Das Kalenderblatt 10.8.1920 Erste Blues-Aufnahme einer schwarzen Künstlerin Von Thomas Grasberger . Philosophie des Meeres - Von Tiefen und Untiefen Autorin: Christiane Neukirch / Regie: Eva Demmelhuber Die Küsten der Meere sind die Grenzen unseres Lebensraums. Kurz: Das Meer ist da, wo wir Menschen nicht sind. So ist das Naturgesetz. Doch der Mensch mit seinem Forschergeist hat sich von den Grenzen der Naturgesetze nie aufhalten lassen. Um sich das lebensfeindliche Element doch zu erschließen, musste er seinen Erfindergeist bemühen und Mut beweisen. Nur indem er sich auf See wagte und die Unberechenbarkeit der Naturgewalten auf sich nahm, gelangte er zu neuen Horizonten. Und das nicht nur mittels Seefahrt: das maritime Paradox des Trennenden und Verbindenden, das Unvertraute der Tiefen und die Gefahren der Naturgewalt trieben die Menschen zu neuen Ufern auch im Denken. Denn dort, wo sie nicht hinkonnten, mussten sie mutmaßen - und die Fantasie, die dafür nötig war, öffnete ihnen die Tür zur Philosophie. Von den Wogen an der Oberfläche bis zu den Strömungen in der Tiefe haben sich die Philosophen für ihre Metaphern beim Meer bedient. Und so ist die Geschichte der Philosophie auch immer eine Philosophie des Meeres. Diese Tiefen menschlichen Gedankenspiels lotet die radioWissen-Sendung aus. Erstsendung 17.04.2019 Poseidon - Der Gott des Meeres Autor: Rainer Firmbach / Regie: Irene Schuck Poseidon gehörte im Pantheon der unsterblichen Götter zur "Elite": Denn er war der Bruder von Zeus, der "Bruder des Chefs". Als vor Urzeiten die Herrschaft über die Welt in drei Teile geteilt wurde - so will es die Mythologie der alten Griechen - erhielt Zeus den Himmel, Hades die Unterwelt und Poseidon das Meer. Als Meeresgott hatte Poseidon zahlreiche Jobs und "Nebenjobs": Quasi als "Fachmann für spektakuläre Naturkatastrophen" verursachte er Orkane, Erdbeben, Überschwemmungen oder brachte Schiffe zum Sinken, indem er mit seinem gefürchteten Dreizack in die Wogen oder in die Erde stieß. Bisweilen auch schickte er schreckliche Monster aus der Tiefe. Vor jeder größeren Schiffsreise beteten daher die Seefahrer zu Poseidon um eine glückliche Überfahrt. Aber auch als Gott des delphischen Orakels und als "Hippios" - Poseidon war das Pferd heilig - trat der Meeresgott in Erscheinung. In der Tiefe des Meeres steht sein kristallener Palast. Von dort aus fährt er mit seinem prachtvollen Pferdegespann über die schimmernde See, von den übrigen Gottheiten des Meeres umspielt. Poseidons Nachkommenschaft soll sehr zahlreich gewesen sein: mit seinen Seitensprüngen brachte er es zur "Olympiareife". Am bekanntesten ist Poseidon freilich für seinen unerbittlichen Hass auf Odysseus: blendete doch der Held von Troja - laut Homer - Poseidons Sohn, den einäugigen Kyklopen Polyphem. Aber auch Dichter und Künstler der Neuzeit inspirierte der imposante Meeresgott, wie etwa Jules Vernes, Franz Kafka oder den Münchner Malerfürsten Franz von Stuck. Erstsendung 10.06.2015 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Mayafrauen kämpfen um ihre Landrechte

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Frauen in geweihten Ämtern der Frühkirche Priesterin, Diakonin, Bischöfin Lilith Adams erste Frau Das Kalenderblatt 10.8.1920 Erste Blues-Aufnahme einer schwarzen Künstlerin Von Thomas Grasberger . Frauen in geweihten Ämtern der Frühkirche - von Sophia bis Theodora Autorin: Susanne Brandl / Regie: Irene Schuck Katholische Kirchenführer behaupten gerne, dass es keine Tradition von Frauen in geweihten Ämtern der Römisch-Katholischen Kirche gibt. Das entbehrt allerdings jeder historischen Grundlage. Epigraphische und literarische Funde beweisen klar, dass es im frühen Christentum Priesterinnen, Diakoninnen und sogar Bischöfinnen gab. Am bekanntesten sind die Diakonin Phoebe und die Apostelin Junia. Aber es gibt noch viele weitere Frauen, die in der Frühkirche bis ins Mittelalter hinein (2. - 9. Jhdt.) theologisch und kirchenpolitisch tragende Rollen gespielt haben. Um nur einige zu nennen: Die Diakonin Sophia, die Missionarin Priska, die Täuferin Thekla, die die Bischöfin Theodora etc. Sie bekommen in dem Feature ein Gesicht, indem Forscherinnen der feministischen Exegese zu Wort kommen, unter anderen die Professorin für evangelische Theologie Ute Eisen. Dabei wird auch ein Blick auf die herkömmliche historische Forschung unter der androzentrischen Perspektive geworfen. Außerdem wird rekonstruiert, wie und warum das Wirken dieser Frauen eingeschränkt werden konnte. Zuletzt folgt ein Ausblick, wie und wann Frauen wieder in geweihte Ämter der katholischen Kirche zurückkehren könnten. Lilith - Adams erste Frau Autorin: Christiane Adam / Regie: Irene Schuck Eine circa 1.100 Jahre alte hebräische Sage erzählt, dass Adam vor Eva schon eine andere Frau hatte: Lilith. Sie war von Gott gleichzeitig mit Adam aus Erde erschaffen worden. Als Adam von ihr Unterwerfung forderte, widersetzte Lilith sich, verließ den Garten Eden und machte als unsterbliche Dämonin Karriere. Moderne Interpreten verstehen den mittelalterlichen Schöpfungsmythos als Parabel für den Kampf der Geschlechter. Kein Wunder, dass Lilith zur Ikone der feministischen Bewegung wurde. Schließlich verkörpert sie jenen nach Gleichheit und Unabhängigkeit strebenden Typus Frau, der in den abendländischen, jüdisch-christlich geprägten Kulturen traditionell entwertet und dämonisiert wurde. Die ursprünglichen Wurzeln der ebenso rebellischen wie betörenden Lilith-Gestalt sind allerdings babylonisch und mehr als 3.000 Jahre alt. Erstsendung 01.02.2012 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

"Einigkeit und Recht und Freiheit" Nationalhymne und Repräsentation des demokratischen Deutschland Von Michael Reissenberger Vor hundert Jahren, am 10. August 1922, erklärte Reichspräsident Friedrich Ebert das "Lied der Deutschen" zur Nationalhymne.

Mittwoch 21:00 Uhr Radio Blau

Zonic Radio Show

Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann

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